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Neue Konzeption der Scheiderei

Neukonzeption der Scheiderei (30.07.08)

Was dem einen Kopfschmerzen bereitet, kann andere geradezu in Goldgräberstimmung versetzen: Die enormen Preissteigerungen bei Edelmetallen innerhalb des letzten Jahres haben dazu geführt, dass viele Kunden der Scheideanstalten ihr seit längerem gesammeltes Scheidgut oder unverkäufliche Ware jetzt zu Geld machen möchten. Im Zuge steigender Edelmetallpreisen erhöht sich naturgemäß regelmäßig auch die Menge des eingelieferten Scheidgutes bei einer Gold- und Silberscheideanstalt. Genau am Beginn dieser  Entwicklung wurden jedoch Mitte 2007 wesentliche Teile der Edelmetallscheiderei von WIELAND Dental + Technik durch einen Brand ganz und andere teilweise zerstört. Um den Scheidereibetrieb dennoch aufrechtzuerhalten, musste das Unternehmen in kurzer Zeit mehrere Provisorien einrichten. Die technischen Abteilungen im Hause mussten zusammenrücken und  Absprachen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe als zuständiger Genehmigungsbehörde getroffen werden. Auf diese Weise konnte der Wiederaufbau der betroffenen chemischen Labors ohne Zeitdruck erfolgen und die Aufträge der Kunden weiterhin zuverlässig bearbeitet werden. Neben der Renovierung der betroffenen Räumlichkeiten wurden die beim Brand zum Teil thermisch geschädigte Abluftreinigungsanlage inklusive des Abluftkamins vollständig erneuert – alles nach dem gesetzlich geforderten  „besten verfügbaren Stand der Technik“. Heute besitzt WIELAND wieder Räumlichkeiten und Anlagen auf höchstem technischem Niveau. Mit der neuen Ab- und Zuluftanlage wurden auch beim Umwelt- und Arbeitsschutz weitere Verbesserungen erzielt, sodass auch in Zukunft sowohl an den verschiedenen Arbeitsplätzen wie auch bei den Emissionen am Abluftkamin die strengsten Grenzwerte und weitere gesetzlichen Anforderungen in allen denkbaren Betriebszuständen sicher eingehalten werden.

Die Scheideanstalt nutzte die unfreiwillige Betriebsunterbrechung um einige erst in den folgenden Jahren geplante Investitionen bereits jetzt umzusetzen. Durch einen mehrstöckigen Anbau wurde die Nutzfläche der Platinmetallscheiderei mehr als verdoppelt, um das gestiegenen Mengenaufkommen in diesem Bereich zukünftig noch besser bearbeiten zu können.Infolge der Neukonzeption erzielt die Scheiderei von WIELAND Dental + Technik jetzt noch schnellere Durchlaufzeiten des Materials und optimale Rückgewinnungsquoten - nicht nur für hochkarätiges Gold- und Silberscheidgut, sondern ganz besonders auch für das deutlich aufwendiger zu bearbeitende Scheidgut mit hohen Platinmetallinhalten. Gute Beispiele dafür sind Rhodium bzw. rhodiumhaltige Abfälle, die im eigenen Haus mit selbst entwickelten Verfahren aufgearbeitet werden.
Eine weitere Spezialität von Wieland sind Naturalscheidungen und die Aufarbeitung von schwierig zu verarbeitenden Scheidgütern aus der industriellen Fertigung wie beispielsweise der chemischen Industrie. Die Anlagen zur Aufarbeitung, Entsorgung und Verwertung verbrauchter Edelmetallbäder und Spüllösungen aus der galvanischen Oberflächentechnik waren vom Brand 2007 nicht betroffen. Trotzdem hat WIELAND Dental + Technik auch auf diesem Gebiet kräftig investiert und will seine führende Stellung im Markt weiter auszubauen. Neue Verfahren und Patente ermöglichen hier ebenfalls eine schnelle und kostengünstige Aufarbeitung auch größerer Mengen mit geringeren Edelmetallinhalten.

Die Kunden von WIELAND können entscheiden, ob sie die aus der Aufarbeitung erhaltenen Edelmetalle anschließend einem Metallkonto gutschreiben lassen und für die Lieferung von neuen Produkten (Halbzeug, Galvanische Bäder, Feinmetalle) verwenden oder ob sie diese  an Wieland Dental + Technik zum jeweiligen Tageskurs verkaufen oder an andere Edelmetallverarbeiter transferieren lassen.

WIELAND Dental + Technik GmbH & Co. KG - Schwenninger Straße 13 - D 75179 Pforzheim